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Was man so sagt über die Kulturhauptstadt…

 

Kulturhauptstadt bedeutet Kultur für alle. Um alle zu treffen, zu fragen und von allen Meinungen einzuholen, haben wir Denk- und Dialogwerkstätten veranstaltet, fragen nach #Grenzmomenten und haben auf Vorträgen, bei Workshops und Talks, in Gesprächen und Begegnungen miteinander geredet und Meinungen und Gedanken eingeholt. Ob zur Kulturhauptstadt Europas, der Region an sich oder gesellschaftspolitischen Themen, wir haben viele Antworten auf unsere vielen Fragen bekommen. Hier eine Auswahl, die wir gerne mit Euch teilen:

Bürgermeisterin Andrea Kaufmann

Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann

Zahlreiche Städte, die sich für eine Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt entschieden haben, konnten beispielgebende Entwicklungsschritte machen. Über diese Möglichkeiten nachzudenken und sie zu öffnen – unabhängig davon, ob man den Zuschlag durch die Jury in Brüssel erhält oder nicht – ist eine Chance, die wir uns weder als Stadt Dornbirn noch als Region entgehen lassen sollten. Die Dynamik, die über kulturelle und künstlerische Fragestellungen und Projekte entsteht, kann generell wesentliche Impulse für das Zusammenleben in unserem Raum über kommunale Grenzen hinweg geben. Wir befinden uns im Zentrum Europas und gleichzeitig in einer der am dichtest besiedelten Grenzregionen. Wie gehen wir mit unseren gemeinsamen Ressourcen um, wie steht es um die Lebensqualität in einem zunehmend urbaneren Gefüge und wie reagieren wir vorausschauend auf damit verbundene gesellschaftliche Veränderungen? All dies und vielfältige weitere Themenstellungen werden uns bereits im Vorfeld einer Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024 beschäftigen. Eine erfolgreiche Bewerbung würde diesen Prozess beschleunigen und anhaltende Signale weit über die Grenzen setzen.

Bürgermeister Feldkirch

Mag. Wilfried Berchtold

„Sobald in welchen Kreisen auch immer die Rede auf eine mögliche Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024 kommt, bewegen sich die Einschätzungen üblicherweise irgendwo zwischen den Polen  „faszinierend“ und „größenwahnsinnig“. Das zeigt, dass wir uns mitten in einem Thema mit hohem Polarisierungsgrad befinden, in einem Thema, dessen mögliche Risiken zwar nicht von der Hand zu weisen sind, das aber gleichzeitig sehr große Chancen für die Weiterentwicklung unserer Region bieten kann. Das Tempo der gesellschaftlichen Veränderung wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit nicht abnehmen, daher halte ich es für mehr als überlegenswert, auf die Kultur als „Kitt der Gesellschaft“ ein besonderes Augenmerk zu legen. Das Projekt „Europäische Kulturhauptstadt“ kann hier als Katalysator dienen, kann neue Wege der regionalen Kulturentwicklung aufzeigen und so wichtige Impulse für Stadt- und Regionalentwicklung geben. Erste kleine Schritte sind bereits gemacht worden, weitere große können folgen, sofern die vier Städte tatsächlich den Entschluss fassen sollten, sich gemeinsam auf diesen aufregenden Weg zu machen.“

Bürgermeister Hohenems

Dieter Egger

Unsere Zukunft liegt im Miteinander: Wenn die Kommunen räumlich zusammenwachsen und die Mobilität der Menschen zunimmt, gilt es auch, künftige Herausforderungen verstärkt in der Gemeindekooperation anzugehen. Das europäische Projekt kann uns als Motor dienen, gemeinsam zu einer regionalen Kulturentwicklung beizutragen. Den Blick dabei stets über bestehende Grenzen zu richten, unterstützt diesen Prozess nur – alleine der Weg und jeder Schritt  auf das Jahr 2024 zu werden für unser Selbstverständnis von Bedeutung sein.

Hohenems blickt auf eine reiche Geschichte zurück, deren Fäden sich schon vor Jahrhunderten ins europäische Abendland entsponnen hatten. Eine vielfältige, aktive Kulturlandschaft prägt die Stadt in der Gegenwart. Dies alles im Zusammenschluss mit unseren Nachbarn noch weiter zu stärken, zu entwickeln und der Welt zu präsentieren, ist ein Weg, den wir uns freuen zu gehen.

Grafikdesigner

Stefan Sagmeister

Die Orte Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und Bregenz samt Bregenzerwald bilden eine einzigartige Region: Sie haben es weitgehend geschafft Ihre Kultur zu erhalten ohne in der Nostalgie zu schwelgen, mit dem Fremdenverkehr zu leben ohne sich auszuverkaufen und das Überlieferte nicht nur zu erhalten aber in einer für das 21. Jahrhundert angemessenen Form aufzuwerten. Vieles könnte noch verbessert werden, und der Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt wird diese Verbesserung unterstützen.

Geschäftsführer Bodensee Vorarlberg Tourismus

Urs Treuthardt

Tourismus und Kultur. Zwei Begriffe, die im Land Vorarlberg stark miteinander verbunden sind. Auch bei einer möglichen Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024. Für die touristische Region Bodensee-Vorarlberg – dieser „Meta-Stadt“ zwischen Bregenz und Feldkirch – ein idealer Treiber, um sich über die viel beschriebenen fließenden Grenzen zwischen Urbanität und ländlicher Idylle Gedanken zu machen. Wie stark sich eine Destination mit ihrer kulturellen Herkunft auseinandersetzt und wie man gemeinsam die Zukunft gestaltet, wird im hart umkämpften Tourismus-Markt eine immer wichtigere Rolle spielen. Gäste möchten sich vermehrt mit dem Lebensstil der einheimischen Bevölkerung auseinandersetzen. Das Lebensgefühl selbst erleben. Es sind dann auch die Geschichten der Bevölkerung über die gelebte Lebensqualität, die Gäste aus nah und fern anziehen. Geschichten von einem kühlen Bier am Ufer des Bodensees, dem vielfältigen kulturellen Angebot und der Sonntagswanderung mit der Familie in den Bergen. Persönlich empfinde ich es darum als große Chance, dass wir uns im Zusammenhang mit einer Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2024 die Frage nach unserer vergangenen und zukünftigen Lebensform stellen. Denn nur, wenn wir uns mit der Frage der Identität auseinandersetzen, können wir auch nachhaltigen Tourismus betreiben.

Musiker

Stefan Dünser

Wir Musiker sehen eine Bewerbung äußerst positiv. Wir bestreiten einen Großteil unserer Konzerte im Ausland, so durften wir erfahren wie immens wichtig kultureller Austausch für das Zu-Stande-Kommen neuer Ideen ist. Die so entstandene Kreativität strahlt auf alle Bereiche unseres Lebens aus. Auch auf unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Wir hoffen ganz stark auf neue Begegnungen und Kooperationen, die sich dadurch ergeben werden. Diese Chance dürfen wir auf keinen Fall verpassen.

Intendant der Wiener Symphoniker

Johannes Neubert

Eine Bewerbung der Region Rheintal um die europäische Kulturhauptstadt 2024 wäre ein wichtiger Impulsgeber innerhalb und außerhalb Österreichs, da eine solche Bewerbung symbolhaft den europäische Grundgedanken grenzüberschreitender Kooperation in sich tragen würde. Darüber hinaus ist die Region Rheintal Dank der Bregenzer Festspiele und vieler anderer international renommierter Kulturorganisationen und -initiativen zu einer ähnlichen Bedeutung gelangt wie die anerkannten österreichischen Kulturstädte Wien und Salzburg. Eine Bewerbung würde dieser gewachsenen Bedeutung entsprechend Rechnung tragen.

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