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Schichten. Mögliche Grenzen

 

‚Schichten. Mögliche Grenzen‘ beschäftigt sich mit natürlichen sowie kulturell in uns verankerten Grenzen: die Haut, als Schwelle zwischen Körper und Umwelt, die Erde, die fruchtbare Schicht, die den Planeten umgibt, architektonische (Trenn)wände und Ländergrenzen.
Um diese Grenzen herauszufordern und zu hinterfragen begeben sich die Künstlerinnen Alice von Alten, Ursula Gaisbauer, Nora Gutwenger und Nadine Hirschauer auf eine Reise durch Vorarlberg und auf die Suche nach den passenden Orten für ihre vier unterschiedlichen Interventionen.

Nadine Hirschauer inszeniert das verbindende Element aller vier Interventionen, nämlich die „Haut“ in der alle vier Künstlerinnen für die Dauer der Reise durch Vorarlberg wohnen werden. Ein transparentes Zelt als Hülle, die Schutz bietet und gleichzeitig Fenster ist für die intimen Tätigkeiten Schlafen und Wohnen. Durch die dünne Haut des Zeltes sind die Künstlerinnen einerseits geschützt und andererseits der Umwelt ausgesetzt. Das Zelt wird an verschiedenen Orten in Vorarlberg aufgeschlagen und begleitet die weiteren Interventionen.

Alice von Alten befasst sich in ihrer Arbeit mit dem Rhein-Fluss als Landschaftsgrenze und fokussiert sich dabei auf die Muschelschalen, die von Südostasien bis hin zu Nordamerika an seine Ufer gespült werden . Die Muschel, die an ferne Urlaubsorte denken lässt und kulturell und philosophisch stark aufgeladen ist, ist hier Allegorie unserer zeitgenössischen Lebensweise, welche Beweglichkeit fordert, Flexibilität voraussetzt und damit einen Nomadismus bedingt, welcher positive und negative, sichtbare und unsichtbare Konsequenzen hat. Das gesammelte Strandgut, die Muschelschalen, wird in einen Ausstellungsraum transportiert. Dort wird es positioniert und wieder neu angeordnet, gewaschen, gewogen, kategorisiert, bewertet, verpackt und auch verschickt.

Ursula Gaisbauer fertigt mit ihrer Arbeit Momentaufnahmen einer Berührung an. Im urbanen Raum und lässt sie Passanten eine Substanz berühren. Diese Substanz, ein Nährboden, nimmt die Form der Oberfläche der Haut an und gleichzeitig deren Organismen und Bakterien auf. Innerhalb weniger Tage werden so die unsichtbaren Elemente der Haut sichtbar gemacht. Aus den Abdrücken entsteht ein Bild, in dem viele Informationen eingeschrieben sind: die letzten Berührungen, Begegnungen und Aufenthaltsorte.

Nora Gutwenger findet den Zugang zur Haut über die Narbe. Die Narbe stellt eine Besonderheit auf der homogenen Fläche der Haut dar. Als Material für die Übersetzung der Haut in die Natur wählt Nora die Erde, der sie eine Narbe zufügt – durch einen Graben. Eine konkrete Grenze wird geschaffen, Material wird umgeschichtet. In Form eines Kreises wird ein gemeinschaftlicher Graben erarbeitet, in dessen Mitte sich eine Insel bildet. Es entsteht Raum – und gleichzeitig auch Isolation.

Informationen zum Projekt

  

Vier Künstlerinnen, vier Interventionen, ein Thema

3.8. – 10.8.2018, Gymnasiumplatz Feldkirch (neben dem Montforthaus)

Eingereicht von:
Alice von Alten (www.alicevonalten.com)
Ursula Gaisbauer (www.ursulagaisbauer.com)
Nora Gutwenger (www.noragutwenger.com)
Nadine Hischauer (www.nadinehirschauer.com)

Instagram: @Alice_von_Alten; @gaisbauerursula; @Nora_Gutwenger; @nadinehirschauer

© Alice von Alten 2018

© Alice von Alten 2018

v.l. Alice von Alten, Nora Gutwenger, Nadine Hirschauer, Ursula Gaisbauer

v.l. Alice von Alten, Nora Gutwenger, Nadine Hirschauer, Ursula Gaisbauer

© Alice von Alten 2018

© Alice von Alten 2018

Vernissage, 9.8.2018

Vernissage, 9.8.2018

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