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„Ich, Oma, Opa und Europa. Ein Blick in Vorarlberger Familienalben“

Norbert Kathan

Durch Erasmus erlebte ich zwei Jahre meiner Studienzeit in Frankreich und Spanien. Anaïs und ich verliebten uns im September 2010 auf den Stränden um Caen am Ärmelkanal. Die dortige tiefblaue Brandung wirkte erquickend neben dem tristen Grau „des blockhaus“, die ins Auge stechen. Beide sind wir Kinder einer Arbeiterfamilie, deren Eltern es nie zu einer lebenden Fremdsprache schafften. Das Plus an Sozialisierung, das Anaïs und ich durch das Entstehen von Europa genossen haben, hat uns vor allem geholfen zu verstehen, dass wir (seien es nun unsere Eltern oder deren) uns eigentlich immer schon sehr ähnlich waren. Menschen wollen vernünftig leben, sich lieben und freuen. Seither verbindet uns Europa – die Freiheit unser Leben vernünftiger zu gestalten, unserer Tochter Mélina zuliebe: „Liberté, liberté chérie!“