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Die Haut, in der wir wohnen

 

Die Haut, in der wir wohnen befasst sich mit der intimsten aller Grenzen, der Haut. Sie ist die Schwelle zwischen Körper und Umwelt, zwischen dem Selbst und dem Anderen. Die Künstlerinnen Alice von Alten, Ursula Gaisbauer, Nora Gutwenger und Nadine Hirschauer begeben sich auf eine Reise durch Vorarlberg und auf die Suche nach den passenden Orten für ihre vier unterschiedlichen Interventionen:

Nadine Hirschauer inszeniert das verbindende Element aller vier Interventionen, nämlich die „Haut“ in der alle vier Künstlerinnen für die Dauer der Reise durch Vorarlberg wohnen werden. Ein transparentes Zelt als Hülle, die Schutz bietet und gleichzeitig Fenster ist für die intimen Tätigkeiten Schlafen und Wohnen. Durch die dünne Haut des Zeltes sind die Künstlerinnen einerseits geschützt und andererseits der Umwelt ausgesetzt. Das Zelt wird an verschiedenen Orten in Vorarlberg aufgeschlagen und begleitet die weiteren Interventionen.

Alice von Alten fokussiert in ihrer Arbeit den Rhein-Fluss als Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. An seinen Ufern entstehen aus vorgefundenen Situationen und Objekten flüchtige Installationen, die das Thema Grenze herausfordern. Durch Methoden wie dem Wegnehmen von natürlichem Material, dem Bearbeiten, Umschichten und Formen desselbigen, aber auch dem bloßen Markieren und Sichtbarmachen vorgefundener thematischer Besonderheiten entstehen temporäre Orte und Räume, die einen Kontrast zur Umgebung bilden – und sich wieder auflösen werden. Fotografische Aufnahmen dokumentieren den Prozess der Teilung, der Aneignung und der Rückbildung.

Ursula Gaisbauer fertigt mit ihrer Arbeit Momentaufnahmen einer Berührung an. Im urbanen Raum und lässt sie Passanten eine Substanz berühren. Diese Substanz, ein Nährboden, nimmt die Form der Oberfläche der Haut an und gleichzeitig deren Organismen und Bakterien auf. Innerhalb weniger Tage werden so die unsichtbaren Elemente der Haut sichtbar gemacht. Aus den Abdrücken entsteht ein Bild, in dem viele Informationen eingeschrieben sind: die letzten Berührungen, Begegnungen und Aufenthaltsorte.

Nora Gutwenger findet den Zugang zur Haut über die Narbe. Die Narbe stellt eine Besonderheit auf der homogenen Fläche der Haut dar. Als Material für die Übersetzung der Haut in die Natur wählt Nora die Erde, der sie eine Narbe zufügt – durch einen Graben. Eine konkrete Grenze wird geschaffen, Material wird umgeschichtet. In Form eines Kreises wird ein gemeinschaftlicher Graben erarbeitet, in dessen Mitte sich eine Insel bildet. Es entsteht Raum – und gleichzeitig auch Isolation.

Informationen zum Projekt

  

Vier Künstlerinnen, vier Interventionen, ein Thema

Start: Mitte Juli

Eingereicht von: Alice von Alten, Ursula Gaisbauer, Nora Gutwenger und Nadine Hischauer

Instagram: @Alice_von_Alten; @gaisbauerursula; @Nora_Gutwenger; @nadinehirschauer

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