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FAQ´s


Für wen machen wir diesen Prozess?

Es ist ein regionaler Entwicklungsprozess, der für alle in Vorarlberg lebende Menschen initiiert wird und in dem alle eingeladen sind sich zu beteiligen. Wesentliches Element ist die Auseinandersetzung und der Austausch mit der eigenen Kunst und Kultur im europäischen Kontext. Welche Geschichte können wir Europa erzählen, was erzählt Europa uns. Es wird ein kulturelles Klima geschaffen, in dem Fragen zur eigenen Identität gestellt werden. Ziel ist es einen breit angelegten Zugang zu kulturellen und künstlerischen Themenkreisen individuell oder in Gemeinschaft  zu ermöglichen.

Wie sehen wir Kultur?
Die Kultur ist das Fundament für eine funktionierende Gesellschaft und Grundlage unseres Zusammenlebens, sowie Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft der Gesellschaft. Daher stehen wir für einen breiten Kulturbegriff, der die Verbindungen von Kunst und Kultur mit den gesellschaftlichen Bereichen wie Bildung, Soziales, Interkultur, Diversität, Mobilität, Sport und Wissenschaft umfasst.

Warum wollen wir uns als europäische Kulturhauptstadt 2024 bewerben?
Wir sehen eine große Chance für die Entwicklung des viertgrößten Ballungsraumes Österreichs über Stadt- und Gemeindegrenzen hinaus Impulse zu geben – auf Basis einer längerfristigen Kulturstrategie. In Zeiten, in denen Grenzzäune hochgezogen werden, sollen Signale der Offenheit des kulturellen Austausches gesetzt und in einem gesamteuropäischen Zusammenhang aufgezeigt und gefördert werden. Die dynamische Entwicklung unserer Gesellschaft mit all ihren Herausforderungen sehen wir als Chance und entwickeln neue kulturelle Perspektiven.

Welche Kriterien müssen für eine Bewerbung erfüllt werden?
Die Bewerbung der Städte gliedert sich in sechs Bereiche und damit verbundene Fragen. Der Beitrag zu einer langfristigen Kulturstrategie stellt die erste Anforderung dar. Dabei ist es wichtig die nachhaltige Wirkung des Projektes aufzuzeigen. Beim zweiten Kriterium Europäische Dimension geht es um die aktive Förderung der kulturellen Vielfalt und des interkulturellen Dialogs sowie um die Geschichten die man Europa erzählen will und die es selbst erzählt. Als drittes gilt es die kulturellen und künstlerischen Inhalte des Programmes aufzuzeigen. Im Bereich der Umsetzungsfähigkeit braucht es den Nachweis einer tragfähigen Infrastruktur sowie der politischen Unterstützung. Im fünften Kriterium Einbindung der Gesellschaft geht es um die Einbeziehung und Mitwirkung der Bevölkerung im Prozess. Im letzten Punkt Management werden die Strukturen der Organisation sowie die Meilensteine des Kulturhauptstadtjahres und darüber hinaus in den Bewerbungsunterlagen aufgezeigt.

Wer steckt dahinter?
Der Gedanke einer möglichen Bewerbung steht in den Vorarlberger Rheintalstädten seit 2014 im Raum. Diese Idee hat sich am 4. Juli 2016 bei einer gemeinsamen Stadtvertretungssitzung in Schwarzenberg mit einer überwältigenden Mehrheit konkretisiert. Der klare Auftrag an das Projektteam – bestehend aus Jutta Dieing (Kulturamtsleiterin Bregenz), Martin Hölblinger (Kulturamtsleiter Hohenems), Roland Jörg (Kulturamtsleiter Dornbirn) und Harald Petermichl (Kulturamtsleiter Feldkirch) – ist es, eine mögliche Bewerbung zu prüfen und vorzubereiten. Seit November 2016 unterstützt Andrea Fink als Projektleiterin das Projektteam.

Was passiert, wenn sich keine der vier Städte bewirbt?
Da wir uns in einem ergebnisoffenen Prozess befinden, steht derzeit noch nicht fest, ob es überhaupt zu einer Bewerbung kommen wird. Unabhängig davon, besteht aber jetzt schon Einigung darüber, die positive Vernetzung zwischen den Akteur/innen in jedem Fall weiterzuführen.

Wer entscheidet was?
Die Entscheidung darüber, ob es eine Bewerbung gibt und welche Stadt sich um den Titel der europäischen Kulturhauptstadt bewirbt erfolgt in den Stadtvertretungen. Über den Erfolg einer Bewerbung entscheidet eine von der EU zusammengestellte Jury im Jahr 2019.

Was kostet uns das?
Diese Frage kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös beantwortet werden, zumal es keine verbindlichen Zusagen über eine mögliche Mitfinanzierung seitens des Bundes und des Landes gibt. Ein erfolgreiches Kulturhauptstadtjahr hängt nicht maßgeblich vom Budget, sondern von einem gemeinsam erarbeiteten, innovativen und in die Zukunft gerichteten Konzept ab. Für die Jahre 2017 und 2018 haben die vier Städte zur Vorbereitung einer möglichen Bewerbung gemeinsam je 305.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt (gemeinsamer Stadtvertretungsbeschluss vom 4. Juli 2016).

Was kann ich tun?
Die Dialogwerkstätten und Projekte, die im September 2017 starten, laden alle Bürger und Bürgerinnen zum mitreden und mitmachen ein. Sie können aber auch jetzt schon aktiv sein: Diskutieren Sie mir Ihrer Familie und Ihren Freunden, machen Sie sich Gedanken über mögliche Potenziale sowie Risiken und bringen Sie diese bei unseren Dialogwerkstätten ein. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung und Ihr Mitwirken.