Rückblick ‚SoundOhneGrenzen‘

Vom Hohenemser „Live! Förderverein für Livemusikkultur“

Das Projekt SoundOhneGrenzen hatte das Ziel, grenzüberschreitend Straßenmusiker*innen aus Europa am Schlossplatz in Hohenems  zu gemeinsamen kleinen Straßenmusikauftritten zusammenzubringen. Dabei ist jeweils ein lokaler Künstler/Band gemeinsam mit einem/r Musiker*in „jenseits“ der Grenze aufgetreten. Über die sozialen Medien wurden die Musiker*innen gesucht und gefunden – am Ende konnten 3 Straßenmusikevents mit insgesamt 6 Bands für 3 Donnerstagabende im Juli 2018 gefunden werden. Ein rotes Seil auf dem Schlossplatz, das sich zwischen den Musiker*innen hindurchschlängelte, symbolisierte dabei die „Grenze“, die spielerisch überwunden wurde.
Das hat sehr gut funktioniert: Die Resonanz der Bands und des Publikums war überwältigend.  Die Musiker*innen freuten sich über die Spielgelegenheiten mit kleiner Fixgage und haben sehr gern und freudig miteinander gespielt, dabei sind auch kleine Bandfreundschaften entstanden. Die Schlossplatzbesucher*innen und die Lokale im Umfeld haben ebenfalls positiv auf die Aktion reagiert, sich am Infostand informiert  und den Konzerten beigewohnt. Straßenmusik spielt hier seine Stärke aus: Mit vergleichsweise wenig Technik und Mitteln konnte echte und gute Musik geboten werden. Gefreut hat uns natürlich auch die großzügige viele  Medienberichterstattung, die neben der Aktion auch unseren Verein bekannter gemacht hat.
Das war schwierig am Projekt: Naturgemäß war der Erfolg des Straßenmusikprojektes stark wetterabhängig. Ursprünglich waren 4 Konzerte geplant – das erste musste wegen Unwetterwarnung abgesagt werden, das dritte musste unter die Schirme eines angrenzenden Lokales flüchten – und konnte dort aber trotzdem rund 80 Personen halten. Vergleichsweise hoch war auch der Abstimmungsaufwand unter den Musiker*innen: Diese hatten viele Fragen und jeweils unterschiedliche Bedürfnisse – auch eine gute „Mischung“ zu finden zwischen lokalen und externen Bands war nicht einfach, da nicht alle zu den Spielterminen in der Idealkombination Zeit hatten. Hier gab es teilweise auch Vorbehalte zwischen den Bands „(…)passen die zu uns?(…)sind die nicht viel besser als wir (…)“ ), die aber gut ausgeräumt werden konnten.
Fazit: Ein wirkungsvolles und schönes Projekt, das als sehr erfolgreich gewertet werden kann und in ähnlicher Form vom Verein weitergeführt werden soll – auch in den kommenden Jahren. Hier war das Startprojekt eine ideale Unterstützung und Testmöglichkeit – ohne diese Förderung hätte der Verein dieses Experiment nicht finanzieren können. Also: bis hoffentlich nächstes Jahr!

Live! Förderverein für Livemusikkultur, 2018

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