1×1 der Kulturhauptstadt – Beitrag zu einer langfristigen Kulturstrategie

Was beinhaltet eine Bewerbung? Bis wann muss eine Bewerbung eingereicht werden? Was passiert in diesem Jahr?
Beim Durchstöbern der Website finden Sie bereits viele Informationen zur Europäischen Kulturhauptstadt. In dieser Blogserie möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben mehr über den Prozess zu erfahren und werfen dabei auch immer einen Blick auf vergangene und künftige Kulturhauptstädte.


1. Beitrag zu einer langfristigen Kulturstrategie

Um sich als Europäische Kulturhauptstadt zu bewerben, gilt es knapp 60 Fragen zu beantworten, welche sich in sechs Bereiche gliedern. Eine erfolgreiche Kulturhauptstadt benötigt alle sechs Kategorien gleichermaßen, daher haben sie für die Jury auch den gleichen Stellenwert. Die Fragen dienen nicht nur zur Bewerbung, sondern sollen den Städten helfen, unabhängig des Wettbewerbserfolges, von den gemachten Erfahrungen zu lernen und zu profitieren.

Nach vier Einführungsfragen, die den Leser/innen einen Überblick über die Kandidatenstadt bzw. –region geben, befasst sich die erste Kategorie mit dem „Beitrag zu einer langfristigen Kulturstrategie“. Wichtig ist es hierbei, wie der Name schon verrät, eine Kulturstrategie vorzustellen, die das Programm der Europäischen Kulturhauptstadt inkludiert, jedoch auch darüber hinaus geht und sich an einer langfristigen Stadt- und Regionalentwicklung ausrichtet. Die Überlegungen umfassen somit auch Bereiche wie Bildung, Tourismus und Raumplanung. Welche sozialen, kulturellen und ökonomischen Auswirkungen ergeben sich durch die Europäische Kulturhauptstadt, welche Ziele haben wir und wie können wir diese erreichen? Ein wichtiger Punkt dieser Kategorie beinhaltet mit diesen Fragen auch die der Evaluierung. Um die Nachhaltigkeit des Titeljahres zu messen, muss ein Monitoring-Konzept erstellt werden, das es der Stadt und in weiterer Folge auch anderen Städten möglich macht die Prozesswirkung zu reflektieren und nachvollziehbar zu machen.

Zu Beginn dieser Serie werfen wir einen Blick nach Pilsen, Europäische Kulturhauptstadt 2015.
Unter dem Namen DEPO2015 wurde in Pilsen in einem ehemaligen Busbahnhof ein kreativer Hotspot geschaffen, der die Bereiche Kultur, Wirtschaft und Bildung verknüpft. Der „Creative Incubator“ umfasst Kursangebote, welche Menschen aus der Kreativwirtschaft in ihren Ideen unterstützen. Neben der Möglichkeit Dinge auszuprobieren, gemeinsam weiterzuentwickeln und Kontakte in der Branche zu knüpfen, gibt es Vorträge bzgl. Strategie, Businessplan und Branding. Auch der „Makerspace“ ist eine weiterhin sehr erfolgreiche Werkstatt, die, ausgestattet mit Werkzeugen, Maschinen und einem fachkräftigen Team, Menschen die Möglichkeit gibt ihre Ideen auszuprobieren und umzusetzen. Dabei gibt es auch regelmäßig Workshops für Kinder, in denen ihnen verschiedene Handwerkskünste nähergebracht werden. Unter www.depo2015.cz/en finden Sie weitere Informationen zum Angebot und Programm des DEPO2015.

 

(c) DEPO2015

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